Zeit der Geister spielt in Sudan und gehört zu den besten Büchern, die ich dieses Jahr gelesen habe. Die Geschichte spielt auf dem Grundstück einer NGO in Saraaya, einer Stadt im Zentrum des Landes. Alex ist Kartograf aus den USA und versucht sich an der fast unmöglichen Aufgabe, das sich ständig verändernde Schwemmland zu erfassen. Sein Assistent ist der Südsudanese William. Außerdem leben noch die Köchin Layla und Dena, eine us-amerikanisch-sudanesische Filmemacherin auf dem Gelände.
Eine komplizierte Gruppe und wie die Autorin Fatin Abbas deren Nuancen und Brüchigkeit beschreibt wäre mir allein schon ein Buch wert gewesen. Doch dann kommt noch eine dramatische Liebesgeschichte dazu, denn William (Südsudan) und Layla (Nomadin) verlieben sich, obwohl sie es nicht dürfen. Und der nahende Krieg, der spätestens im zweiten Teil des Romans auch Saraaya erreicht, wird ihre Liebe wahrscheinlich unmöglich machen wird (ich spoiler jetzt natürlich nicht).



Ich kann dieses Buch nur von ganzem Herzen empfehlen. Zeit der Geister erzählt nicht nur die politische Situation des Landes abseits der Schlagzeilen, sondern ist dabei noch ein packender Liebes- und Gesellschaftsroman und stilistisch brilliant erzählt.

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