Monika Kim: Das Beste sind die Augen

Wusstet ihr dass wir im Golden Age of Horror sind? Das findet jedenfalls die New York Times, basierend auf all den neuen Büchern, in denen weibliche Held*innen ihre Opfer kidnappen, morden oder essen und somit indirekt eine Antwort geben auf so viele Serien und True Crime Podcasts, in denen Frauen Gewalt angetan wird. Dies ist die Rache!

„Das beste sind die Augen“ von Monika Kim sitzt definitiv am Puls dieses Trends: Jiwon übernimmt zu viel Verantwortung nachdem ihr Vater die Mutter für eine andere verlassen hat. Die junge Studentin spendet Trost, obwohl sie selbst trauert und versucht, Schwester und Mutter zu beschützen. Dabei kommt ihr der neue Mann von Mama in die Quere: Ein Rassist, ein Sexist, ein full on Ekelbert, der dann sogar noch bei ihnen einzieht, bis sogar von Heirat die Rede ist. Jiwon fantasiert immer mehr davon, seine blauen Augen zu essen. Und gerät zunehmend auf moralische Abwege.

Auch wenn das Cover definitiv eye catching ist (pun intended): Ich fand dieses Debüt nicht ganz so gelungen wie der Rave behauptet: Zu vorhersehbar, die Figuren zu einseitig und zu offensichtlich für den Zeitgeist kalkuliert. It checked too many boxes, in a too obvious way. 

Aber: Der Buchklub hatte Spaß und fand diesen Horrortrip sehr entertaining. Und mich hat es vor allem neugierig gemacht, noch viel mehr Feministischen Horror zu lesen.

Jetzt lesen: Monika Kim “Das Beste sind die Augen”*

Monika Kim “The Eyes Are the best Part”*

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