Tendai Huchu: Der Friseur von Harare

Endlich hab ich Tendai Huchu’s „Friseur von Harare“ gelesen: Ein Roman aus Simbabwe, der seit 2011 nicht mehr aufgelegt wurde. Es geht um Vimbai, die in einem Hair Salon arbeitet. Der Salon bekommt plötzlich einen Riesenaufwind als Dumisani dort anfängt, ein gut aussehender junger Friseur mit viel Talent und neuen Ideen für die besten hair styles 🙌🏽 (by the way, no afro hair emoticons available..) Ich liebe Alltagsgeschichten, in denen sich Kultur, Gesellschaft und Politik eines Landes spiegeln und „Der Friseur von Harare“ ist auf diese Art besonders: Das Buch kommt aus dem Land (es wurde nicht wie so oft zuerst im US-amerikanischen oder europäischen Ausland veröffentlicht) und ich habe viel gelernt: Über die Stellung von Frauen*, die brutale Tabuisierung von LGBTQ* people. Über das Leben in der Hyperinflation mit 90 Prozent Arbeitslosigkeit. Über extreme Armut und extremen Reichtum, über das explosive Verhältnis von Schwarzer und weißer Bevölkerung. Nicht immer an der progressiven Speerspitze (am Anfang gab’s ganz schön viel Fatshaming und ich so WHY) aber ein sehr interessantes Stück Literatur vom Kontinent. Tendai Huchu ist übrigens ein ganz interessanter Typ, er ist in Simbabwe geboren und lebt im schottischen Edinburgh. In der Bio hinten steht, er arbeitet als Podologe, ob das noch aktuell ist weiß ich nicht, aber auf jeden Fall ist er auch leidenschaftlicher Langstreckenläufer und seine Dreads hat er gerade komplett abrasiert. Swipe für das US-amerikanische Cover, lange bevor ich das Buch auf Deutsch gefunden habe, hatte ich es schon mal in NYC fotografiert – TIGHT 💯🔥. . . .

Jetzt lesen: Der Friseur von Harare *

The Hairdresser of Harare *

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